Unser Herzensprojekt und der Hauptgrund für die Gründung des Vereins „Kurima“ ist das folgende Projekt: Aufgrund unserer beruflichen Erfahrungen, die wir in Simbabwe sammeln durften, wollen wir nun unser eigenes Kinderheim aufbauen, unser erlerntes Wissen in die Tat umsetzen und Kindern in Not helfen.
Wir haben in den letzten Jahren viel gelernt, gesehen und erlebt. All dies und unsere schulischen Laufbahnen sollen uns dazu verhelfen, diesen Traum zu verwirklichen.

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Update August 2019
Update Dezember 2018

„Faith Farm Children’s Home“ nennen wir dieses Projekt, da wir fest daran glauben, dass Gott sich ein gutes Zuhause für jedes einzelne Kind dieser Welt wünscht. Wir wissen, dass wir ohne das Vertrauen in Gott („faith“) dieses Projekt nicht realisieren können. Hierbei handelt es sich um einen Bauernhof mit integriertem Kinderheim in Chegutu (ca. eine Stunde von Harare entfernt), wozu uns der Staat Simbabwe, 18 Hektar Land in Chegutu zur Verfügung gestellt.

Die Idee ist es eine Farm aufzubauen, damit sich das Kinderheim, das anfangs ca. 20 Kinder betreuen wird, soweit als möglich selbst erhalten kann. Durch den Anbau von Gemüse, Mais und Obst, kann sehr viel Geld gespart werden, welches für andere wichtige Dinge, wie medizinische Versorgung der Kinder, Schulgelder, Uniformen usw. verwendet werden kann. Auch sollen auf der Farm Kühe und Ziegen für Fleischproduktion und Hühner für Eier gehalten werden. Diese Produkte werden wiederum für die Kinder aber auch für den Verkauf verwendet, um Einnahmen für das Kinderheim zu erzielen. Obwohl die wirtschaftliche Lage in Simbabwe sehr schlecht ist, können wir davon ausgehen, dass all diese Produkte immer gebraucht werden. Zum Einen sind Gemüse, Eier und Mais Nahrungsmittel in Simbabwe für den alltäglichen Gebrauch und zum Anderen ist Fleisch vor allem für Restaurants, Geschäfte oder Anlässe wie Hochzeiten und Beerdigungen gefragt. Denn das Essen von Fleisch ist in Simbabwe ein Zeichen des Reichtums und daher sehr angesehen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Farm ist, dass die Kinder sehr viel über Landwirtschaft lernen werden, und somit ihre Familie später durch Eigenanbau ernähren können, wodurch Armut und die Anzahl künftiger Waisenkinder reduziert werden können.

Das Kinderheim wird wie ein Dorf aufgebaut werden (siehe Planfotos), in dem zehn Kinder in einem Dorf mit einer Betreuungsperson leben werden. Diese „Mutter“ wird jeden Monat von einer „Tante“ für ein paar Tage abgelöst. Es können auch kinderlose Paare als Betreuer eingesetzt werden. Martin kennt dazu die genauen in Simbabwe geltenden Bestimmungen,  da er zwei Jahre lang für das Kinder-und Jugendamt in Mutare gearbeitet hat.

Natürlich werden die Kinder nicht nur über Landwirtschaft aufgeklärt werden, sondern auch, mit anderen Kindern zur Schule gehen. Es ist uns ein großes Anliegen diese Kinder so „normal“ wie möglich aufwachsen zu lassen. Sie sollen später als angesehene Erwachsene der Gesellschaft das Kinderheim verlassen und weder aufgrund ihrer Herkunft diskriminiert noch benachteiligt werden. Dies ist ein wichtiger Aspekt, den wir gelernt haben, da Kinder in Kinderheimen oft zu sehr von der Gesellschaft abgegrenzt werden und sich dann als Erwachsene in der Welt außerhalb des Heimes nicht zurecht finden.  Diese Kinder brauchen natürlich einen besonderen Schutz, jedoch müssen sie auch unbedingt lernen, in der Gesellschaft zurecht zu kommen.

Immer wieder werden wir gefragt, ob wir diese Kinder einfach von der Straße mitnehmen. Nein, dies ist auch in Simbabwe nicht erlaubt. Ein offiziell gegründetes Kinderheim, darf nur Kinder aufnehmen, welche vom Kinder-und Jugendamt ins Heim überstellt wurden. Normalerweise werden verwaiste oder ausgesetzte Kinder, nachdem sie gefunden worden sind, zur Polizei gebracht. Diese bringt sie dann zum zuständigen Jugendamt, welches wiederum feststellen muss, ob das Kind, noch lebende Verwandte hat. Dies ist natürlicherweise ein schwieriges Unterfangen, da die Kinder meist zu jung oder zu eingeschüchtert sind, um ihren Namen bzw. die ihrer Eltern zu nennen. Auch wenn Kinder Verwandte kennen, werden sie leider nur selten von denen aufgenommen, da die Armut einfach zu groß ist. Das Jugendamt entscheidet in diesen Fällen, in welches Heim das Kind kommen soll. Babies, die oft unter schlimmsten Bedingungen gefunden werden, gibt das Amt dann einen Namen und das Alter wird geschätzt. Die Kinder kommen also ohne jegliche Identität in ein Kinderheim. Wir wollen diesen Kindern ein Leben und eine Zukunft schenken – Bitte helfen Sie uns dabei.

Zu diesem Projekt haben wir einen detaillierten Businessplan entwickelt, welcher auf Anfrage für unsere Sponsoren auf Englisch und Deutsch zur Einsicht offen steht.

Update Dezember 2018:

Wir besichtigten unser Grundstück in der Nähe von Chegutu zum ersten Mal im Dezember 2018. Dank des Regens war es gerade sehr grün und feucht. Die Gegend scheint jedoch das ganze Jahr über, gut für landwirtschaftliche Aktivitäten geeignet zu sein. Viele Farmer bauen in der Nähe Tabak, Mais, Reis und Gemüse an. Dies war ein sehr gutes Zeichen für uns. Wir besichtigten das Stück Land mit der Bürgermeisterin und trafen auch einige der Einwohner des kleines Ortes. Alle schienen begeistert und enthusiastisch als wir ihnen von unserer Vision erzählten. Zum einen werden wir durch unser Projekt Arbeitsplätze schaffen und zum anderen werden wir natürlich vor allem Kinder aus dieser Umgebung aufnehmen können, wo es bisher noch kein Kinderheim gibt. Die Kinder werden nicht von uns ausgesucht und können auch nicht einfach zu uns gebracht werden. Diese müssen von den zuständigen Beamten des Jugendamtes zu uns gebracht werden.

Wir freuen uns auch über die gute Lage unseres Grundstückes – es befindet sich zwischen Chegutu (24 km entfernt) und Harare (140 km) und ist in unmittelbarer Nähe eines Flusses gelegen.

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